Rückwärtsniesen / Gaumensegel

Mit diesem Problem hatten wir ganz stark zu kämpfen :-(

Kiki wurde im November 2008 dann am Gaumensegel operiert, es wurde um 4mm gekürzt und seither haben wir keine Probleme mehr mit den Attacken :-)

Ein gesundheitliches Risiko, dass bei Möpsen immer wieder angesprochen wird, sind die Atemprobleme.

Kurzschnauzige (Brachiocephale) Hunderassen neigen zu Veränderungen im Rachenraum. Dies betrifft unter anderem den Gaumen, der zu weich und locker und das Gaumensegel, das zu lang sein kann, denn eine Verkürzung der Nase führt nicht zwangsläufig zu einer Veränderung des Rachenraumes. Ein zu langes Gaumensegel kann beim Atem, vor allem beim Hecheln, in die Luftröhre gedrückt werden, so dass diese nicht genug Luft weiterführen kann, der Hund muss daher vermehrt atmen um genügend Luft in die Lunge zu bekommen. Daher die Atemprobleme vor allem bei warmen Wetter oder Aufregung, wenn der Hund hechelt. Langfristig führt dies zu gesundheitlichen Schäden, wie unter anderem Trachealkollaps oder Herz- Kreislaufbeschwerden. Ob ein Welpe einmal diese Symptome bekommt, kann keiner wirklich voraussagen. Züchter können dem nur vorbeugen, indem Elterntiere eingesetzt werden, die keine Symptome zeigen. Eine längere Nase allein ist keine Garantie für einen gesunden Hund, nur die Wahrscheinlichkeit ist größer.

 

Rückwärtsniesen

 

Das Rückwärtsniesen (auch „Rückwärtshusten“, engl. reverse sneezing) ist ein gelegentlich bei Hunden auftretendes Phänomen, bei dem das Tier mit gestrecktem Hals und abgespreizten Ellbogen anfallsartig röchelnd Luft durch die Nase ansaugt. Das dabei entstehende Geräusch erinnert an das Hochziehen von Nasensekret beim Menschen. Nach einer solchen, mehrere Sekunden (selten bis zu wenigen Minuten) dauernden Attacke erscheint das Tier wieder gesund und munter.

 

 

Vorkommen

Häufiger wird dies bei Junghunden, kleinen und kurzköpfigen (brachycephalen) Hunderassen beobachtet. Es tritt für gewöhnlich dann auf, wenn die Tiere in einer ausgelassenen Stimmung sind, zum Beispiel nach dem Essen, Trinken oder beim Herumtoben.

Ursache

Die Ursache für diese Störung ist bislang nicht eindeutig geklärt. Eventuell ist ein etwas zu langes Gaumensegel der Auslöser, welches sich am Kehldeckel verfängt. Auch leichte Entzündungen im Rachen (Pharyngitis) oder der Gaumenmandel (Tonsillitis), die mit einer Schwellung der Schleimhaut und damit einer Einengung einhergehen, oder Krämpfe der Rachenmuskulatur können die Ursache sein.

Behandlung

Die Störung wirkt auf den Hundebesitzer meist erschreckend, ähnlich einem Asthmaanfall scheint das Tier keine Luft zu bekommen. Sie ist aber für den Hund harmlos und ruft keine Allgemeinstörungen hervor.

Die Attacken verschwinden, wenn man einen Schluckreflex auslöst, zum Beispiel durch kurzes Nasezuhalten, sanfte Massage des Kehlkopfs oder kräftiges Beklopfen der Vorderbrust.

Bei Nichtverschwinden bei den oben erwähnten Maßnahmen, übermäßigem Auftreten des Phänomens, weiteren Atemproblemen oder Störungen des Allgemeinbefindens sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden.

Differentialdiagnosen]

Als weitere Ursachen für röchelnde Atemnotsattacken kommen Infektionen (Zwingerhusten), allergische Reaktionen, Fremdkörper im Nasen-Rachen-Raum, Herzerkrankungen, Trachealkollaps oder entzündete Zahnwurzeln in Frage. Diese bedürfen der tierärztlichen Behandlung.

 

 

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